Was macht eine gute Steuerberatung aus?

Nicht jeder hat die notwendigen Fachkenntnisse oder möchte beziehungsweise kann mit einer beliebigen Steuersoftware seine privaten oder auch geschäftlichen Steuerangelegenheiten erledigen. Daher wollen viele von einem hervorragenden Steuerberater beraten werden und die steuerlichen Unterlagen von ihm kompetent sowie zuverlässig bearbeiten lassen. Was einen guten Steuerberater jedoch ausmacht, wird hier nachfolgend erörtert.

 

Einsatz

Ein guter Steuerberater zeigt Interesse an seinen Mandanten. Heute sind von dem Steuerrecht nahezu alle Lebensbereiche betroffen, wie etwa hohe Behandlungskosten bei Erkrankungen, Schulgeld für das Kind und so weiter. Hinweise auf die Lebensweise des Mandanten sind entscheidend, weil diese eine Steuerersparnis einbringen können. Somit hat hier der Berater nachzufragen. Wichtig ist, dass man beim ersten Beratungsgespräch darauf achtet, wie viel der Steuerberater wissen möchte, was er sich notiert und welche Unterlagen zum nächsten Termin benötigt werden. Wichtig ist ebenso, dass man sich wohlfühlt. Sobald man das Gefühl hat, dass das Gespräch hektisch verläuft und man sich lediglich als Nummer fühlt, sollte nach einer anderen Steuerkanzlei gesucht werden. Ein guter Steuerberater verfügt über Checklisten. Diese sollten jedoch nicht nur abgehakt werden, sondern überdies ist es wichtig, dass der Berater erfragt, was für den Mandanten von Bedeutung ist. Das heißt, dass beispielsweise ob man vermieten oder sich selbständig machen möchte. Diese Informationen werden von einem hervorragenden Steuerberater gesammelt, damit dieser den Mandanten dann ungefragt Gestaltungstipps zum Sparen von Steuern nennt.

 

Erreichbarkeit

Laut Studien mögen es Mandanten überhaupt nicht, wenn diese ihren Berater keineswegs erreichen können. Ein guter Steuerberater ist jedoch für sie einfach und schnell zu sprechen. Zudem meldet er sich per E-Mail oder ruft ganz schnell zurück. Weiterhin gibt es bereits Steuerkanzleien, die beispielsweise über Skype erreichbar sind. So haben Mandanten die Möglichkeit, sich etwa bei Dienstreisen mit dem Steuerberater in Verbindung zu setzen.

 

Verständlichkeit

Steuerberater verfügen über ein enormes Fachwissen. Jedoch lässt ein guter Berater das nicht raushängen. Anstatt Fachchinesisch sollte er sich bemühen, einfach Klartext zu sprechen. Nur so können beim Gespräch mit einem Mandanten Potenziale festgestellt werden. Wichtig ist auch, dass die Steuerkanzlei für aufkommende Fragen offen steht, selbst wenn Mandanten mit einem irgendwo entdeckten Steuerartikel sich informieren möchten, ob diese von der dargelegten Neuregelung profitieren können.

 

Weiterbildung

In der Regel bilden sich Steuerberater ständig weiter. Ein serviceorientierter Berater informiert beispielsweise auf seiner Webseite, welche Weiterbildungen er oder auch seine Mitarbeiter absolviert haben. Wenn das nicht der Fall ist, sollte man das erfragen. Als guter Steuerberater informiert man regelmäßig über neue Regelungen und Urteile. Manche Kanzleien halten auch inzwischen über Facebook, Twitter und weiteren Social Media Communities die Mandanten auf dem Laufenden.

 

Honorarpolitik

Ein guter Steuerberater informiert und klärt den Mandanten auf, damit er die Rechnung versteht und dieser mit Leistung sowie Preis zufrieden ist. Den Beratern wird in Seminaren dazu geraten, möglichst häufig individuelle Vergütungsvereinbarungen mit ihren Mandanten zu treffen, da sie viel lukrativer sind im Gegensatz zur Abrechnung, die nach der Gebührenverordnung erfolgt. Wenn man als Berater das vorschlägt, ist es wichtig, dass nachvollziehbare Argumente vorgebracht und diese verständlich erklärt werden.